Digitalisierung: Fünf Punkte für den Erfolg in Unternehmen

 

 

Die deutsche Gesellschaft ist mit 53 Indexpunkten so digital wie nie zuvor, heißt es in einer Studie der Initiative D21. Aber im internationalen Vergleich liegen die Deutschen nur im Mittelfeld. Und ein Viertel der Bevölkerung steht im digitalen Abseits. Auch in der Arbeitswelt gibt es Mängel. So lassen zwar viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mobil arbeiten, stellen ihnen aber keine Arbeitsmittel dafür zur Verfügung.

Laut einer aktuelle Studie der Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit Unterstützung von SAP Ariba sind sich 83 Prozent der Manager zwar sicher, dass die Digitalisierung einen starken Einfluss auf ihr Geschäft haben wird, aber nur fünf Prozent arbeiten derzeit tatsächlich mit automatisierten Prozessen. Dabei locken konkrete Vorteile: Allein mit der Digitalisierung von Bestell-, Sourcing- und Fakturierungs-Prozessen lassen sich im Schnitt Kosteneinsparungen von 10 bis 15 Prozent erzielen.

Demnach gibt es noch einiges zu verbessern. Wir heben fünf Punkte hervor, die zum Gelingen einer Business-basierten Digitalisierung beitragen können.

 

 

1.     Projekte schnell bewältigen

Weil der Begriff „Digitale Transformation“ weiterhin etwas unklar ist, ist die Gefahr groß, sich in Endlosprojekten zu verzetteln. Im Gegenteil sollten Entscheider ihre digitale Strategie möglichst schnell umsetzen, am besten innerhalb von sechs Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums sollten zumindest Meilensteine erreicht oder Kontrollpunkte gesetzt werden. Ohne diese konkrete Befristung besteht die Gefahr, dass das Interesse am Digitalisierungsprojekt erlahmt und die Wettbewerber am Markt schneller sind. Natürlich ist die Umsetzung einer digitalen Strategie ein langfristiger Prozess, der aber von kurzfristigen und realistischen Zielen geprägt sein sollte. Mit künstlicher Intelligenz und kognitiven Lösungen entstehen immer neue Möglichkeiten. Sie sollten diese Chancen nutzen.  

 

 

2.     Technologie innovativ einsetzen

Auch wenn Technologie nicht alles ist, schafft sie die Basis für eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie. Es muss dafür nicht unbedingt eine neue Technologie verwendet werden. Viel wichtiger ist es, Technologien innovativ zu verwenden. Ein Cloud-Anbieter, der integrierte Sicherheit mit verschiedenen Antiviren-Engines und regelmäßige Backups für Microsoft-Umgebungen bietet, kann hierfür als Beispiel dienen. Eine ISO 27001 Zertifizierung ist ebenso wichtig und es sollte sichergestellt sein, dass dem Datenschutz genüge getan wird und die Daten in Deutschland bleiben. VPN Anbindung sollte auch ermöglicht werden, wie Remote Desktops oder Remote Apps.

 

 

3.     Holen Sie sich kompetente Berater

Auch wenn Beratung Geld kostet, ist es keine gute Idee, darauf zu verzichten. Gerade in einem so unklar definierten Umfeld wie der digitalen Transformation ist es wichtig, aus den Erfahrungen anderer zu lernen, die schon mehrere Digitalisierungsprojekte erfolgreich abgeschlossen haben. Ein erfahrener Berater erhöht die Erfolgsaussichten der digitalen Transformation deutlich. Er wird in anderen Projekten bereits auf Hindernisse und Hemmschuhe gestoßen sein und gelernt haben, wie man diese überwindet oder zumindest abschwächen oder umgehen kann. Ein kompetenter Berater sollte auch die Technik verstehen und entsprechende Zertifizierungen vorweisen können.  

 

 

4.     Digitalisierung betrifft alle Mitarbeiter

Das Management muss Antreiber bei der Digitalisierung sein. Aber allein mit der Methode Befehl und Gehorsam wird die digitale Transformation nicht gelingen. Alle Mitarbeiter müssen mitziehen und vom Nutzen der Digitalisierung überzeugt werden. Dies kann gelingen, wenn der eigene Arbeitsplatz freundlicher und effektiver gestaltet wird und mobiles Arbeiten beispielsweise durch Cloud-Lösungen unterstützt wird. Die Akzeptanz von Microsoft Office 365 und verwandten Lösungen ist mittlerweile sehr hoch. Die technischen Voraussetzungen dafür kann ein kompetenter Hosting-Anbieter gewährleisten.

Aber auch die menschliche Komponente ist wichtig. Das Zauberwort heißt Kooperation statt Befehlskette. Alle Angestellten müssen in die Digitalisierungsstrategie einbezogen werden. Einwände und Sorgen sollten in jedem Fall ernstgenommen werden und in offenen Gesprächsrunden zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern diskutiert und möglichst ausgeräumt werden. Die digitale Transformation heißt auch, Verantwortung zu teilen. Die IT-Abteilung darf nicht isoliert davonziehen und alle anderen vor vollendete Tatsachen stellen. Digitalisierung ist mehr als IT und die Transformation hat Auswirkungen auf alle Mitarbeiter.

 

 

5.     Messbaren Mehrwert schaffen

 

Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern dient dem Geschäftserfolg. Deswegen sollte ein erfolgreiches Digitalisierungsprojekt einen Prozess verbessern, ein neues Produkt schaffen oder zumindest das Nutzererlebnis verbessern. Dies sollte konkrete Auswirkungen auf den Umsatz und die Marge haben. Sichtbarer Erfolg motiviert die Mitarbeiter und das Management. Sorgen Sie für Belohnungen, die auch bei Ihren Angestellten gut ankommen.

 

 

Quelle Titelbild: iStock / gorodenkoff