Geschäftschance: Arbeitszeiterfassung

Geschäftschance: Arbeitszeiterfassung

Für Unruhe sorgte Anfang 2019 ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das eine zentrale Arbeitszeiterfassung einfordert. Systemhäuser können Unternehmen dabei unterstützen, eine gesetzeskonforme und moderne Arbeitserfassung einzurichten – bevor der Gesetzgeber aktiv wird.

Eine moderne Arbeitszeiterfassung steht im Blickpunkt vieler Diskussionen, denn der Europäische Gerichtshof hat am 14. Mai 2019 entschieden: „Die Mitgliedsstaaten müssen die Arbeitgeber verpflichten, ein System einzurichten, mit dem die tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann.“ Es ist noch immer nicht klar, wann diese Vorgabe in deutsches Recht umgesetzt wird.

Verunsicherung bei Unternehmen

Aktuell bewertet eine Umfrage des Ifo-Instituts vom September 2019 die aktuelle Situation in zahlreichen Firmen. Das Ergebnis: Arbeitszeiterfassung wird zwar meist praktiziert, Zettelwirtschaft und analoge Stechuhren sind aber vielerorts noch an der Tagesordnung. Laut Ifo-Institut befürchten nun viele Personalverantwortliche, dass all dies einer Neuregelung nicht standhalten würde.

Systemhäuser können doppelt profitieren

Klar ist jedenfalls, dass antiquierte Methoden keine Zukunft haben, ob ein neues Gesetz kommt oder nicht. Wer sich frühzeitig mit dem Thema auseinander setzt, ist seiner Zeit voraus und spart sich hinterher viel Ärger. In vielen Unternehmen dürfte das in Kraft treten der DSGVO hier noch als Negativbeispiel präsent sein. Wer bereits jetzt handelt, kann sich vor dem Stichtag einer Gesetzesänderung entspannt zurücklehnen – wenn alle Vorgaben bereits vorab umgesetzt wurden.

Für Systemhäuser heißt das, zunächst vor der eigenen Haustür zu kehren. Stellen Sie sicher, dass Sie eine moderne und gesetzeskonforme Software-Lösung einsetzen. Die Vielzahl Ihrer im Außendienst eingesetzten Vertriebsmitarbeiter und Techniker wird es Ihnen danken. Gerade hier sind die Mitarbeiter häufig auf Messen oder Außer-Haus-Terminen, bei denen die Arbeitszeit schwieriger zu erfassen ist als bei einem klassischen Bürojob. Reden Sie auf jeden Fall mit Ihrem Betriebsrat, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Zusätzlich kann eine softwarebasierte Lösung ganz neue Einblicke liefern, wie der Arbeitstag gestaltet werden kann. Wieviel Zeit wird für Support-Anfragen benötigt? Wieviel Zeit frisst die interne Kommunikation? Wieviel Zeit kann in die Weiterentwicklung von Kunden investiert werden?

Wählen Sie selbst eine Lösung, welche für die meisten Ihrer Kunden geeignet ist und sammeln Sie so Erfahrungen für Ihre Kunden. Gerade im Beratungsumfeld ist dieser Erfahrungsschatz durch nichts zu ersetzen und eines der stärksten Argumente. Wie Sie der Ifo-Umfrage entnehmen können, gibt es in der freien Wildbahn zahlreiche völlig veraltete und nicht mehr sachgerechte Methoden zur Arbeitszeiterfassung. Den meisten Entscheidern ist klar, dass Handlungsbedarf besteht und Sie werden kompetente Beratung dankbar annehmen. Auch hier muss der Betriebsrat auf jeden Fall in die Diskussion eingebunden werden.

Moderne Software-Lösungen

Es gibt eine Vielzahl von modernen Software-Lösungen zur Zeiterfassung. Allen gemeinsam sind der Fokus auf der Cloud und der Einsatz aktueller Mobilgeräte. So hat SAP angekündigt, noch mehr in die Cloud-Lösung „SAP SuccessFactors Employee Central Time Management“ zu investieren. Auch Microsoft hat mit der Lösung „Zeitwirtschaft“ eine leistungsfähige Zeiterfassungslösung im Portfolio. Genauso wie rexx Systems mit ihrem gleichnamigen Produkt „Zeitwirtschaft“. Auch zahlreiche kleinere Spezialanbieter bieten Time Management Software, wie beispielsweise Timetac, Clockodo oder GRÜN Zeiterfassung. Eine Marktübersicht, in der nicht weniger als 147 Anbieter gelistet sind, finden Sie bei Softguide.

Chancen nutzen

Wichtig für eine gehostete Lösung zur Zeiterfassung ist in jedem Fall eine stabile und hochsichere Rechenzentrumsinfrastruktur für die Cloud mit Standorten in Deutschland, um Gesetzeskonformität sicherzustellen und den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung gerecht zu werden. Denn Arbeitszeitdaten sind sensible Personalinformationen, die auf jeden Fall geschützt werden müssen.

„Begreifen Sie das Urteil des EuGHs nicht als Risiko, sondern als Chance. Mit einer modernen Lösung zur Zeiterfassung sind Sie selbst effizienter und Sie können gegenüber Ihren Kunden als kompetenter Partner auftreten“, betont Stefan Mende, Head of BUSYMOUSE NEXT.

 

Quelle Titelbild: iStock / kevinjeon00