Mehr Umsatzchancen durch Workplace-as-a-Service für IT-Dienstleister

Mehr Umsatzchancen durch Workplace-as-a-Service für IT-Dienstleister

Der As-a-Service-Gedanke erreicht auch zunehmend den Arbeitsplatz. B2B-Kunden haben ein geringes Investitionsrisiko und erhalten von ihrem IT-Dienstleister auf Mietbasis jeweils die neueste Hard- und Software. Somit profitieren beide Seiten von dem neuen Workplace-as-a-Service (WaaS)-Modell.

Früher hat eine große Kanzlei in Frankfurt am Main Hardware und Software für die Arbeitsplätze immer selbst gekauft. Da war es oft schwer, mit den Produktlebenszyklen Schritt zu halten. Um den Burgfrieden zu wahren, musste auch darauf geachtet werden, dass bei der Ausstattung neuer Arbeitsplätze kein Neid aufkommt. Von der Sicherheitsproblematik, schwierigen Einrichtung und Wartung der On-premises-Systeme ganz abgesehen.

Die Frankfurter Kanzlei hat sich daher dafür entschieden, das neue Angebot ihres langjährigen IT-Dienstleisters anzunehmen, von ihm Hard- und Software samt Support und Wartung als Workplace-as-a-Service- oder kurz WaaS-Modell auf monatlicher Mietbasis zu beziehen. Die IT-Leitung des Unternehmens hat sich nach einem Kostenvergleich schnell davon überzeugen lassen, dass das neue Mietmodell günstiger ist als der On-premises-Betrieb mit eigenen Bordmitteln.

Moderne Chefs wollen Kalkulationssicherheit

Vorher musste die Kanzlei allein für die Anschaffung von repräsentativen Notebooks, Desktop-PCs und Thin-Clients samt Monitor und der nötigen Software im Schnitt mit über 1.550 Euro rechnen. Die Kosten für die Einrichtung, die Wartung, den Vor-Ort-Service und Support sowie für die fachgerechte Entsorgung der Geräte sind dabei noch gar berücksichtigt.

Moderne Chefs wollen Kalkulationssicherheit und das genau kann ein WaaS-Modell liefern. Braucht man einen neuen Rechner, kann dieser ganz einfach über den jeweiligen Managed Service Provider für einen fixen monatlichen Betrag hinzubuchen und muss kein Invest von mehren Tausend Euro tätigen. Auch beim Thema Bilanzierung sticht WaaS die Direktanschaffung. Ein neuer Laptop ist bilanzneutral, es fallen lediglich Betriebskosten an – und sollte es zu einem Schadensfall kommen, wird das entsprechende Gerät sofort ersetzt.

WaaS funktioniert nur mit Standardisierung

Damit Sie als Systemhaus ein funktionierendes WaaS-Modell aufbauen können, kommen Sie an einer Standardisierung nicht vorbei. Dies kann zum Beispiel über eine Anforderungsliste Ihrer Klienten erfolgen, so dass bei einer neuen Anfrage quasi keine Aufwände anfallen.

Um attraktive Margen zu generieren, benötigen Sie natürlich auch gute Angebote, um die Geräte entsprechend gewinnbringend weitergeben können. Ein großer Vorteil ist hier die marktunabhängige Preisgestaltung. Während der Markt die Preise für einen neuen Laptop quasi vorgibt, kann man für das Gerät im WaaS-Modell eigene Preise (beispielsweise 80 Euro monatlich) – inklusive Services kalkulieren. Trotzdem darf man als Systemhaus natürlich nicht vergessen, dass man zunächst in Vorleistung gehen muss, um die Geräte anzuschaffen. Hier benötigt man eine gute Liquidität oder ein entsprechendes Finanzierungsmodell, doch die Investition lohnt sich.

Ein Selbstläufer ist das Ganze trotzdem nicht, wie Stefan Mende, Head of BUSYMOUSE NEXT erklärt: „Wenn ein Unternehmen neue Geräte braucht, muss ich konsequent ein Waas-Angebot auf monatlicher Basis erstellen. Hier ist besonders der Vertrieb gefragt und muss dranbleiben.“

WaaS bringt mehr Sicherheit

Nicht nur in Punkto Kalkulationssicherheit und Komfort bietet WaaS auch im Bereich Sicherheit erhebliche Vorteile. Gemäß einem Computerwoche-Artikel über WaaS von 2015 geht Marktforscher IDC davon aus, dass 2025 IT-Arbeitsplätze mehrheitlich aus der Cloud kommen. Die derzeitige Entwicklung scheint dem recht zu geben. Als größten Hemmschuh haben die mehr als 700 von IDC befragten „Wissensarbeiter“ aus der DACH-Region damals mehrheitlich den Datenschutz und die Sicherheit genannt.

Dabei zeigt sich, dass Workplace-as-a-Service sowohl für die Anwenderunternehmen als auch für die Service Provider vielfach ein Stück mehr an Sicherheit und Compliances bedeutet. Hier greift zum Beispiel die schon oft angesprochene Backup-Thematik, denn die Daten können über die Cloud jederzeit gesichert werden – vorausgesetzt eine Managed-Backup-Lösung ist im Einsatz.

Die Provider oder IT-Dienstleister können mit WaaS ihren Kundenkreis vergrößern und ihnen breiter gefächerte Angebote mit längerfristigen Laufzeiten und gesicherten Einnahmen unterbreiten. Die Kunden wiederum profitieren durch ein geringeres Investitionsrisiko, die Anwender durch stets auf dem neuesten Stand gehaltene Technik und ein rundum sorgloses Arbeiten. Dazu gehören beispielsweise auch Managed Services für ein automatisiertes Backup.

Voraussetzung dafür sind entsprechende Service-Level-Agreements (SLAs), in denen beide Parteien vereinbaren, wie oft die Systeme erneuert und gewartet werden, in welchen Abständen Upgrades und Updates erfolgen und wie hoch der Grad der Verfügbarkeit sein soll.

Fachgerechte Entsorgung gegen Super-GAUs

Ein weiterer Bereich, der dem Thema Sicherheit zuzuordnen ist und zunehmend an Brisanz gewinnen wird, ist das Thema Entsorgung. Zu der Entsorgung von PCs gehört auch die fachgerechte Löschung der Daten, die vor dem Hintergrund der neuen DSGVO noch wichtiger geworden ist, gerade auch für Anwälte und andere Berufsgruppen, die der Geheimhaltung von Klienten- und Kundendaten unterliegen. Dabei gab es auch von Behördenseite genügend GAUs.

So hatte der Spiegel hat 2005 von einem Studenten berichtet, der über Ebay an einen ausgemusterten Datenträger von brandenburgischen Sicherheitskräften mit hochbrisanten Informationen geriet. Darunter befanden sich Alarmpläne für „besondere Lagen“ und Namenslisten für die Besetzung von Krisenstäben. Das am Rande, zurück zu den Gesamtkosten für einen Arbeitsplatzrechner.

Mit einem WaaS können Sie solche Szenarien vermeiden, da Sie hier die fachgerechte und DSGVO-konforme Entsorgung direkt mitbuchen.

Fazit: Auch wenn viele Unternehmen sich noch zurückhaltend zeigen, hat Workplace-as-a-Service sehr viel Potential. Systemhäuser und Managed Service Provider können hier ihre ganze Kompetenz ausspielen und sich dadurch langfristige Einnahmen sichern, wenn sie die Kunden überzeugen, dass das Mietmodell nicht weniger, sondern mehr IT-Sicherheit bringt und ein geringeres Investitionsrisiko dazu. Voraussetzung für den WaaS-Betrieb ist ein starker Partner wie BUSYMOUSE, der wertvolle Tools für die Abdeckung der Services für WaaS bietet.

 

Quelle Titelbild: iStock / PeopleImages