Systemhäuser – Die Cloud als Fachkräftemagnet

Systemhäuser – Die Cloud als Fachkräftemagnet

Die Auftragslage ist für viele Systemhäuser gut, aber Projekte können oft nicht realisiert werden, weil Fachkräfte fehlen. Wir zeigen Strategien, wie Sie das Problem lösen können.

Für zahlreiche Aufträge im Zeitalter der Digitalisierung wären Spezialisten nötig. Aber die sind derzeit kaum zu finden. Vor allem in den Bereichen Security und Netzwerk herrscht ein erhebliches Defizit an zertifizierten und ausgebildeten Kräften. Vier von zehn Vakanzen sind schon heute schwer zu besetzen und in den genannten Segmenten sind es noch wesentlich mehr. Was kann also getan werden, um den Fachkräftemangel zu beheben?

Schaffen Sie entsprechende Strukturen

Generell sollten Sie eine Willkommensstrategie pflegen. Schaffen Sie eine familiäre Atmosphäre und geizen Sie nicht bei der technischen Ausstattung. Sie wollen bei Ihren Kunden moderne Technologie implementieren, also gehen Sie auch intern mit gutem Beispiel voran. Junge Leute legen Wert darauf, dass Sie in Ihrer Arbeitsumgebung Geräte und Dinge wiederfinden, die sie auch privat einsetzen.

Das trifft nicht nur auf die Ausstattung, sondern auch auf die allgemeinen Strukturen im Unternehmen zu. Berufseinsteiger (und auch langjährige Mitarbeiter) wollten heutzutage oft in ,,Cloud-ähnlichen‘‘ Strukturen arbeiten – das bedeutet, dass sie auch einmal etwas ausprobieren und selbst programmieren wollen. Starre Prozessketten sind sowohl in einer IT-Infrastruktur als auch im HR-Bereich ein sicheres Mittel keine Cloud-affinen Mitarbeiter zu gewinnen.

Setzen Sie auf Mitarbeiterbindung und versuchen Sie, Ihre Angestellten möglichst bei der Stange zu halten. Wer unzufrieden ist, wandert bald ab und steckt auch noch andere an.

Engagieren Sie sich in Ihrer Gemeinschaft

Werden Sie für potenzielle Mitarbeiter präsenter, indem Sie sich in Ihrer Gemeinschaft engagieren. Vernetzen Sie sich mit den örtlichen Schulen, Berufsschulen und höheren Ausbildungsstätten. Ein Tag der offenen Tür oder eine Schnupperwoche kann Jugendlichen zeigen, dass die Arbeit im Technologiesektor trotz aller abschreckenden Anglizismen großen Spaß machen kann.

Gegen den Mythos steht heutzutage das Gehalt für Mitarbeiter nicht mehr an erster Stelle: Finanzielle Anreize sind zwar nie verkehrt, aber Geld allein macht nicht glücklich. Obendrein fällt es dem Mittelstand schwer, gehaltstechnisch mit den Branchengrößen mitzuhalten. Viel besser ist eine Strategie, die gemeinsame Werte, Familienfreundlichkeit, persönliche und örtliche Nähe in den Mittelpunkt stellt.

 Formen Sie die Azubis zu Ihren Wunschmitarbeitern

Die ganze Welt beneidet Deutschland um das duale Ausbildungssystem. Viele Vorurteile, wie dass die Jugendlichen immer fauler würden, sind nachweislich falsch – Dieser Sprüche standen schon auf babylonischen Keilschrifttafeln vor 3.000 Jahren. Wenn Sie bereit sind, sich auch auf junge Menschen einzulassen, findet man unter den rauen Schalen oft einen leistungsbereiten Kern. Tatsächlich zeigen aktuelle Umfragen, dass Jugendliche durchaus bereit sind, sich in Unternehmen zu engagieren. Wenn Sie selbst ausbilden, erhöht das Ihre Reputation.

Bis ein Auszubildender ein „vollwertiger“ Mitarbeiter ist, vergeht zwar einige Zeit, diese ist allerdings bestens investiert. Vergessen Sie nie, dass Sie mit jedem neuen Azubi die einmalige Chance haben einen Rohdiamanten nach Ihren Anforderungen zu einem echten Edelstein zu schleifen, der später exakt auf das Anforderungsprofil Ihres Unternehmens passt. Anstatt viel Geld für HR-Kampagnen, Headhunter und sonstiges auszugeben, macht es hier oft mehr Sinn das Geld in den Nachwuchs zu investieren.

In der Praxis herrscht hier leider häufig ein großer Wiederspruch zwischen den Anforderungen, welche an neue Mitarbeiter gestellt werden und den Arbeitsalltag der Azubis. Sicher kann es in Notfällen auch einmal vorkommen, dass der Azubi mit dem USB-Stick zum Kunden fährt, um ein manuelles Backup durchzuführen, das sollte aber die Ausnahme und nicht die Regel sein. Wer seine Azubis hier permanent als billige Arbeitskräfte missbraucht, braucht sich später nicht über mangelnde Fachkräfte beschweren.

Titel sind nur Schall & Rauch

Legen Sie nicht zu viel Wert auf Diplome und Bachelors. In keinem anderen Fach liegt die Quote der Studienabbrecher so hoch wie in der Informatik (mehr als 50 Prozent). Das heißt aber nicht, dass die Abbrecher Versager sind, sondern Sie haben bereits durch Ihre Entscheidung für das Informatikstudium ihr persönliches Interesse an Technologie dokumentiert. Seien Sie proaktiv und werben Sie an Unis und FHs, auch mit dem Hinweis, dass Sie offen für Studienabbrecher sind ebenso wie natürlich auch erfolgreiche Absolventen. Wer sein Studium abbricht, ist in einer kritischen persönlichen Situation und ist für aufmunternde Worte sehr dankbar. Gerade diese Mitarbeiter erweisen sich im späteren Verlauf oft als echte Glücksgriffe, da sie sich dem Arbeitgeber für die gegebene Chance besonders dankbar sind und das mit guter Leistung zurückzahlen.

Den Fachkräftemangel durch Fachkräfte bekämpfen

Ein weiterer „Kniff“ ist eine zunehmende Automatisierung des eigenen Betriebs. Mit den richtigen Tools können Sie Ihren Mitarbeitern von Routineaufgaben entlasten. Mit einer einheitlichen Management-Konsole, wie sie BUSYMOUSE bietet, ist es sehr einfach, verschiedene Kunden im Auge zu behalten und dadurch zu betreuen. Automation sorgt hier gleichermaßen für eine hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. (Fast) niemand verbringt seine Zeit gerne mit immer wiederkehrenden Routineaufgaben, anstatt sich über die strategische Weiterentwicklung von Kunden und Prozessen Gedanken zu machen. Mit Automation und Managed Services können Sie Ihre Effizienz erheblich steigern, so dass Sie unter dem Strich weniger – aber dafür hochqualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung haben.  BUSYMOUSE und auch BUSYMOUSE NEXT haben hier bereits zahlreiche Schulungsangebote und Tools, wie den Backup Kalkulator geschaffen, welche einen Ein- und Umstieg zu einem automatisierten Cloud Managed Service Provider ermöglichen.

 

Quelle Titelbild: iStock / stockfour