Warum das Label „Hosted in Germany“ ein Schlüsselargument für Systemhäuser ist

Warum das Label „Hosted in Germany“ ein Schlüsselargument für Systemhäuser ist

Es gibt viele gute Gründe für den Rechenzentrumsstandort Deutschland. Zu den gewichtigsten Argumenten zählen Rechtssicherheit, Datenschutzkonformität, Zuverlässigkeit und Verbindungsqualität. Das Label „Hosted in Germany“ wird dabei für Systemhäuser besonders bei Cloud-Neukunden zu einem Schlüsselargument.

Diverse Spionage- und Abhöraffären sowie die aktuelle Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) haben in letzter Zeit wieder stark ins Bewusstsein gerückt, wie wichtig es für deutsche Unternehmen ist, beim Hosting auf ein Rechenzentrum in heimatlichen Gefilden zu setzen. Denn bei einem Standort außerhalb Deutschlands oder gar der EU gibt es erhebliche rechtliche und andere Risiken. Hier die wichtigsten Argumente, warum Sie Wert darauflegen sollten, dass Ihre Daten in einem deutschen Rechenzentrum bleiben.

Rechtliche Gründe sprechen für Deutschland

Die meisten Rechenzentren weltweit stehen zwar in den USA, der USA PATRIOT Act von 2001 und der 2015 folgende USA Freedom Act erlauben US-Behörden aber im Zweifel Zugriff auf Ihre Serverdaten.

In Deutschland unterliegen die Rechenzentren dem deutschen Recht und sind keiner Behörde zur Auskunft oder sogar zum Zugriff verpflichtet, zumindest solange sich keine Straftat ereignet. Auch im Falle einer Straftat haben deutsche Behörden keinen uneingeschränkten Zugriff auf alle Daten. Dies gilt jedoch nur für Unternehmen, die neben dem Unternehmenssitz auch den Serverstandort in Deutschland haben.

Die DSGVO hat zwar in ganz Europa Gültigkeit, aber in Deutschland gibt es nicht nur ein hohes Niveau bei den rechtlichen Regelungen. Es wird auch in Behörden, Unternehmen und bei IT-Dienstleistern ein vergleichsweise hohes Datenschutzniveau gelebt. Deutschland ist dafür bekannt, dass die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen auch überprüft wird. Und deutsche Unternehmen sind weltweit deutlich führend beim Datenschutz in der Cloud. Dies gilt sowohl für den vertrauensvollen Umgang mit sensiblen Daten als auch für Anwendung von Schutzmechanismen wie Verschlüsselung und Tokenisierung – ein Pseudonymisierungsansatz mit grundsätzlich anderer Verschlüsselung.

Schutz vor Naturkatastrophen

Es wird nicht nur anlässlich der jährlichen Hurricane-Saison immer wieder deutlich, in welch gesegneten Breitengraden wir leben. Wirbelstürme, Erdbeben oder Vulkanausbrüche, die beispielsweise in den USA regelmäßig ganze Landstriche und damit auch Rechenzentren lahmlegen, sind in Deutschland kaum ein Thema. Es gibt zwar keine hundertprozentige Sicherheit, aber solche Naturkatastrophen sind hierzulande ziemlich unwahrscheinlich.

Brände sind niemals auszuschließen, aber die Brandschutzmaßnahmen in Deutschland sind weltweit führend. Deutsche Rechenzentren sind dazu angehalten verfügbare Brandschutzmaßnahmen (Früherkennung und Löschung), Zutrittskontrolle, redundante Technik und andere physikalische Maßnahmen, die den Schutz der Daten im Brandfall ermöglichen sollen, zum Einsatz zu bringen. Außerdem ist in den meisten Rechenzentren ein Wachschutz im Einsatz, der rund um die Uhr vor Ort ist.

Auch andere physische Standortfaktoren sprechen für unser Land. Die Bundesrepublik ist hinsichtlich der Strominfrastruktur und -qualität Spitzenreiter, wenn es auch politische Unwägbarkeiten gibt. Es ist zwar richtig, dass nahe am Nordpol Strom günstiger ist, aber die Latenzzeiten nach Skandinavien sind deutlich höher. Ein Rechenzentrum am Polarkreis ist daher nur für weniger geschäftskritische Daten anzuraten. Die tatsächliche Entfernung von Unternehmen zum Standort des Rechenzentrums spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Hinblick auf die Verbindungsqualität.

Da sich am Standort Frankfurt zudem der größte Internetknotenpunkt der Welt befindet, kann man sich mit der größtmöglichen Vielfalt von Carriern verbinden. Der DE-CIX (Deutsche Commercial Internet Exchange) in der Hessen-Metropole ist gemessen am Datendurchsatz weltweit unerreicht, was sich in 600.000 Quadratmetern Rechenzentrumsfläche im Rhein-Main-Gebiet widerspiegelt. Das wiederum bedeutet sowohl kürzeste Glasfaserdatenverkehrswege ohne wahrnehmbare Latenzen als auch hervorragende Bandbreiten zu verschiedenen Nutzergruppen.

Und auch der menschliche Faktor ist nicht zu unterschätzen. Das Personal in deutschen Rechenzentren ist hervorragend ausgebildet und rund um die Uhr einsatzbereit, was im Ausland nicht immer der Fall ist.

Sogar das SEO-Ranking wird durch den Standort in Deutschland positiv beeinflusst: Google kann anhand der zur Verfügung stehenden Daten den Server-Standort feststellen. Google wertet dies als Zeichen für höhere Relevanz und Mehrwert für den Nutzer bzw. potenziellen Kunden.

Vorteil BUSYMOUSE

BUSYMOUSE bekennt sich aus all diesen Gründen zum Standort Deutschland. Alle BUSYMOUSE Cloud Services werden in zwei Rechenzentren in Deutschland gehostet. Alle Cloud Services werden ausschließlich in Deutschland und auf eigener Hardware betrieben. Damit sind auch Sie als Systemhaus, im wahrsten Sinne des Wortes auf der sicheren Seite. Besonders in Beratungsgesprächen mit Kunden, welche noch keine oder wenig Cloud-Erfahrung haben, ist die Frage wo die Daten gehosted werden oft ein Ausschlusskritierum. Alle Rechenzentren sind gemäß der international führenden Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme ISO 27001 zertifiziert und werden regelmäßig durch einen TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten auditiert.

Biometrische Einlasskontrollen sowie Videoüberwachung machen das Rechenzentrum zu einem sicheren Ort. BUSYMOUSE stellt sicher, dass jederzeit Anforderungen wie Authentifizierung, digitale Identitäten, Firewalls, Schutz vor Ransomware und DDoS-Angriffen sowie Hochverfügbarkeit nach den höchsten Standards erfüllt werden. Durch regelmäßige, automatische Backups können die Daten bei Problemen unverzüglich und im Regelfall zu 100 Prozent wiederhergestellt werden.

 

Quelle Titelbild: iStock / Oleksii Liskonih